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September 26 2009

lohw
09:43

Wer nicht wählen geht wird GNA-DEN-LOS geschubst!

Morgen ist es soweit: Am 27.9. wird der 17. deutsche Bundestag gewählt. Ein volksbewegendes Ereignis von historischer Dimension, könnte man meinen? Aber irgendwie scheint dies kaum jemanden zu interessieren? Wahlforscher befürchten, dass die Wahlbeteiligung erneut dramatisch absinken wird – Warum eigentlich? Fühlen sich die Bürger durch die Politik nicht mehr vertreten? Daran kann es eigentlich nicht liegen, denn dieses Jahr stehen 27 Parteien zur Auswahl, davon gut ¼ sogar Bundesweit! Da muss doch für jeden was dabei sein, auch abseits der großen Parteien: Für Rentner gibt es Parteien, für Baumliebhaber, für Marx-Verehrer und ja sogar für Schwulenhasser. Und für die selbstständig Denkenden, Intelligenten und Freiheitsliebenden auch: Piratenpartei! Aber das soll jetzt keine Wahlveranstaltung werden, sondern ein Aufruf dazu sein Recht auf Wahlen zu gebrauchen!

Warum sollte man wählen gehen? Natürlich muss da das Argument folgen, dass jeder Nichtwähler seine Stimme verschenkt und das Wahlergebnis verfälscht… Und genau die Leute, die hinterher am lautesten klagen wie beschissen doch die Regierung arbeitet, hat vorher nichts dazu beigetragen dies zu ändern. Wer nicht wählen geht, unterstützt damit indirekt die Parteien die er gar nicht an der Macht sehen will, weil sich die prozentualen Anteile ändern. Auch historisch sind wir Deutschen eigentlich dazu verpflichtet wählen zu gehen: Millionen unserer Vorfahren haben unsere Demokratie mit ihren Leben erkauft und wer nicht wählt spuckt indirekt auf ihr historisches Vermächtnis!

Zu guter Letzt noch ein wichtiges Argument: Wer wählt, unterstützt damit direkt die politische Arbeit von Parteien die er gut findet. Direkt, weil jede Stimme einer kleinen Spende an die Partei eurer Wahl gleicht: Denn ab einer geringfügigen Mindestprozentzahl bekommen Parteien Geld vom Staat zurück, mit der sie im Endeffekt ihre Parteikasse auffülle und somit neue Projekte finanzieren können. Das heißt konkret, dass es uns jede Stimme für die Piratenpartei ein kleines Stückchen mehr ermöglicht, die Bevölkerung mit Aktionen wie dem gläsernen Wohnzimmer-Mobil über den Schutz ihrer Grundrechte aufzuklären. Und ihr zahlt dafür keinen Cent, sondern müsst einfach nur wenige Minuten eurer Zeit opfern und den Wahlzettel ausfüllen!

Also geht wählen! Es ist mir persönlich sogar egal wen ihr wählt – natürlich hoffe ich darauf dass ihr die Piratenpartei wählt, oder ob ihr euch eher für irgendeine Baumliebhaberpartei entscheidet – aber macht von eurem Wahlrecht Gebrauch und fördert die demokratische Kultur in Deutschland!

lohw
08:47

Willkommen in der Provinz ;-)

Der Blog spiegelt meine ganz persönliche, im höchsten Maße subjektive Sicht der Welt um mich herum wieder, ganz nach der Piratenpartei-Forderung selbstständig zu denken.

Kurz ein paar Worte zu mir: Ich heiße Philipp, bin aktuell 23 Jahre als und seit nächster Woche Student auf Lehramt Deutsch & Geschichte für Realschüler. In meinem früheren Leben war ich neben dem Abitur (Online-)Redakteur und danach Auszubildender als Gesundheits- & Krankenpfleger… Und ich bin Pirat! Natürlich kein „richtiger“ Pirat, der vor der somalischen Küste irgendwelche Frachter kapert, sondern ein politischer Pirat – Ich bin seit Sommer dieses Jahres stolzes Mitglied der Piratenpartei.

Wie komme ich dazu, ein Pirat zu werden? Nun, die Vorgeschichte ist lang, aber ich werde versuchen sie in wenigen Worten zusammenzufassen: Ich hab mich schon seit ich auf dem Gymnasium war für Politik interessiert, anfangs geprägt durch mein christlich-konservatives Elternhaus als flammender CDU’ler… Doch in den letzten Jahren bin ich dann politisch unabhängiger geworden, fand bei allen im Bundestag vertretenen Parteien sinnvolle und weniger sinnvolle Programmpunkte, aber durch keine Partei fühlte ich mich gut vertreten. Als die große Koalition dann auch noch mein Lieblingshobby Paintball verbieten wollte, obwohl sogar vielen Mitgliedern der Parteien klar war, dass dies an dem beabsichtigten Ziel (Verhinderung von Amokläufen unter Jugendlichen) ganz klar vorbei geht weil das Eine mit dem Anderen absolut nichts zu tun hat, war der Zeitpunkt wo ich mich eigentlich frustriert von der Politik abwenden wollte – Doch dann enterten die Piraten meinen Kopf *g*

Kurz: Ich war zwar interessiert, aber fühlte mich nicht mehr politisch vertreten. Mein Schlüsselerlebnis hatte ich im Sommerurlaub, als ich einen ZDF-Bericht zur Bundesversammlung der Piraten sah. Irgendein jugendliches Mitglied, Typ NERD, wusste im Interview nicht wirklich was es zu Themen außerhalb der Anti-Zensur-Forderung sagen sollte. Die Piratenpartei war zu diesem Zeitpunkt ganz klar eine Mono-Themenpartei (ist sie es noch?) und lud herzlich dazu ein mitzumachen, damit sich dies ändern würde. Ich fühlte mich angesprochen, ging in der folgenden Woche zum Stammtisch nach Halle/Saale und war sofort begeistert: In dem fensterlosen Keller einer Kneipe fand ich (entgegen der durch manche Medien hervorgebrachten Vorurteile) keine pädophilen PC-Freaks - Sondern ganz normale, intelligente, politisch interessierte Menschen welche mich in ihrer Euphorie so sehr begeisterten, dass ich 2 Wochen später feierlich den Mitgliedsantrag ausfüllte.

Warum also bin ich Pirat? Natürlich stehe ich hinter den Grundwerten der Piraten, bin für mehr individuelle Freiheit, Datenschutz und die Achtung meiner Grundrechte. Aber ein Pirat zu sein ist mehr: Es ist die Teilnahme an einer aufkommenden gesellschaftlichen Bewegung, die von unten heraus und zutiefst basisdemokratisch versucht ihre Idee einer modernen Gesellschaft zu verwirklichen. Und sie steht zu ihren Prinzipien: Jedes Mitglied darf selbstständig denken, auch dann wenn es in eine andere Richtung denkt als es im Parteiprogramm steht. Zweifelsohne wird es in meinem Blog irgendwie irgendwann mal Einträge geben wo ich mit der Parteilinie konträr gehe – Aber deswegen wird keiner ein Parteiausschlussverfahren einleiten, denn Pirat sein heißt dass erst aus der Vielfalt der Meinungen ein gesellschaftsfähiger Konsens entsteht!

Darum kann ich allen interessierten Mitbürgern – egal ob ihr ein spießiger Manager oder ein verlauster Öko seid – dringend raten mal einen Stammtisch oder eine sonstige Veranstaltung der Piraten zu besuchen und sich von den Zielen überzeugen zu lassen!

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